Analyse einer möglichst weitestgehenden Phosphorelimination bei kommUnalen Kläranlagen

Die Wasserrahmenrichtlinie erfordert in nahezu allen europäischen Ländern bezüglich der Nährstoffeinträge in die Gewässer Handlungsbedarf. Dies gilt auch für den Freistaat Bayern, da nahezu zwei Drittel der Fließgewässer Defizite hinsichtlich der Biokomponenten Makrophyten und Phytobenthos zeigen. Im Entwurf der künftig zu erwartenden Oberflächengewässerverordnung ist für den Parameter Pges ein Orientierungswert von 0,1 mg/l vorgesehen, der bei einem höheren Abwasseranteil im Gewässer überschritten werden kann. Zur Erlangung eines guten ökologischen Zustandes ist der Orientierungswert jedoch zu unterschreiten.

Dies kann zur Folge haben, dass im Einzelfall im Vergleich zu den Mindestanforderungen gem. Abwasserverordnung weitergehende Anforderungen an Kläranlagen bezüglich der Elimination der Phosphorverbindungen gefordert werden müssen.

Die für Ablaufkonzentrationen unter 0,5 mg/l Pges erforderlichen Technologien sind im technischen Regelwerk nicht detailliert und konsequent beschrieben. Der betriebliche und finanzielle Aufwand zur Erlangung sehr niedriger Phosphorkonzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen ist nicht hinreichend bekannt. Um zu diesem Themenkomplex vertiefte und übertragbare Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zu erlangen, wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt mit Datum vom 31.03.2016 ein Einzelvorhaben im Wettbewerb ausgeschrieben.


Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Oliver Christ (Koordination)
T +49 9826 654-229
oliver.christ [at]hswt.de Mail

Projektmitwirkung extern

Projektdauer

-