Die Anwendung von modernen Informationstechnologien in der Neurorehabilitation von Patienten mit erworbener Hirnschädigung

Ziel ist die Entwicklung von Vorhersagemodellen auf Basis statistischer und maschineller Lernverfahren, um den Erfolg von Neurorehabilitationsverfahren auf Basis von Patientendaten nachzuverfolgen und die therapeutsichen Maßnahmen zu evaluieren und zu korrigieren.

Auf beiden Seiten des Dotationsgebietes kommt es jährlich zu Hunderten von Schädelhirntraumen und anderen Erkrankungen des Zentralnervensystens. Diese Patienten leiden unter verschiedenen kognitiven und motorischen Defiziten, deren Folge ein teilweiser oder kompletter Ausschluss aus dem Altagsleben ist. Die jetztige Versorgung der Patienten sichert zwar eine komplexe Versorgung (neurologisch und anders) in der akuten Hospitalisationsphase. Die Nachfolgeversorgung ist aber ungenügend oder fehlt gänzlich. Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Qualität und der Effektivität der neurorehabilitativen Versorgung wie in der Akutephase, so auch in der Langzeitphase der Rehabilitation in der häuslichen Umgebung. Das Ziel ist eine schnellere Rückkehr der Patienten zu dem gewohnten Alltag in der Familie, in der sozialen Umgebung und nach Möglichkeit in das Arbeitsleben. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die aktuellen Erkenntnisse aus den Bereichen Neurorehabilitation aber auch Computertechnologie (Mensch-Computer Interface, die Methoden der Maschinenlernen und ähnliches) angewandt werden. In das Projekt werden Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen einbezogen, die in der Akutphase die Voraussetzungen für die Zustandsbesserung erfüllen. Am Anfang der Behandlung werden diese ausführlich neuropsychologisch untersucht, mit Berücksichtigung deren Motivation und der Fähigkeiten, einfache technische Hilfsmittel zu benutzen und mit der Einbeziehung der familiären Bedingungen. Im Projekt sollen neuartige und originelle technische und programmierbare Technologien entwickelt und angewand werden. Das Ziel sind individuelle, patientenzentrierte Verfahren für die Hirnstimulation, ein kognitives und motorisches Training. Geplant ist dabei die Schulung des therapeutischen Teams und der Patientenangehörigen um die effektive Arbeit mit den neuen Techniken zu gewährleisten. In der Enphase mündet die therapeutische Arbeit in die Behandlung in der häuslichen Umgebung bei einem on-line Kontakt des Patienten mit seinen Therapeuten, der beteiligten Therapeuten untereinander und einem on-line Monitoring der Ergebnisse mit dem Ziel, die therapeutische Arbeit ständig auf dem aktuellen Niveau zu halten. Auf der tschechischen Seite sollen die Erfahrungen mit den schon erprobten und bewährten Rehabilitationsmaßnahmen der bayerischen Partnerseite übernommen werden. Beide Seiten profitieren von den technischen Innovationen der tschechischen Universität. Die Partner aus Bayern leisten einen wichtigen Beitrag bei der Datenverarbeitung und -auswertung. Das so entstandesne System trägt zur Erhöhung der Effektivität der Neurorehabilitation und nicht zuletzt zu der Steigerung der Erreichbarkeit neurorehabilitaiver Behandlung in den strukturschwächeren Regionen. Das Dotationsgebiet bekommt somit die Chance ein außergewöhnlich organisiertes Zentrum für neurorehabilitative Behandlung zu werden.


Projektleitung

Prof. Dr. Dominik Heider (Koordination)

Projektdauer

-

Projektförderung

Förderprogramm

Logo