Erstellung des Grundkonzeptes zur Entwicklung eines Softwaresystems für die Erstellung von Betriebsumweltplänen in landwirtschaftlichen Betrieben (BUP)

In Sachsen wird ein neues Managementinstrument – der Betriebsumweltplan (BUP) – entwickelt und umfassend erprobt, das mittelfristig für die Anwendung in der landwirtschaftlichen Praxis angeboten werden soll. Der Betriebsumweltplan kann bei Beratung und Betriebsführung unterstützen, also Betrieben bei strategischen Entscheidungen, Planungsprozessen, Investitionsvorhaben und im Management dienen. Betriebsumweltpläne zeigen produktionstechnische, ökonomische und ökologische Verflechtungen auf betrieblicher Ebene auf. Nutzer sind konventionelle und ökologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Unternehmen und Betriebsberater.

Für die komplexen Anforderungen des Betriebsumweltplans ist vorgesehen eine Software zu entwickeln, um eine effiziente und verlässliche Datenverarbeitung zu gewährleisten. Diese soll den Betrieben und der Betriebsberatung zur Verfügung gestellt werden.
Die Software wird über geeignete Schnittstellen verfügen, die eine zügige und problemlose Datenübertragung und -ausgabe (Einlesen der Ackerschlagkartei, Ausgabe der Analyseergebnisse etc.) gewährleisten. Hierdurch wird der Aufwand für den Betrieb so gering wie möglich gehalten werden. Die Ausstattung mit umfangreichen Datenbanken zu allgemeinen und standortbezogenen Informationen (Standortdaten, Informationen zu eingesetzten Produktionsverfahren etc.) wird den Analyseprozess unterstützen. In die Software werden Module integriert, mit denen die Produktionsverfahren und die Umweltwirkungen analysiert werden, z. B. zur Humus- und Nährstoffbilanzierung, zur Energie- und Treibhausgasbilanzierung, zur Bodenschadverdichtung und zur Erosionsgefährdung.
Die Software wird Analysen und Bewertungen zu den verschiedenen Handlungsfeldern erlauben. Eine Visualisierung der Ergebnisse durch Netzdiagramme, Kreislaufdarstellungen etc. ist beabsichtigt.

Das Konzept des Betriebsumweltplans wird vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM), Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme, erarbeitet. Die HSWT ist als Partner für die Konzeption der Software beteiligt.

Projektleitung

Prof. Dr. Frank Leßke (Koordination)
T +49 8161 71-5780
frank.lesske [at]hswt.de Mail

Projektbearbeitung

Dipl. Ing. (FH) Marco Luthardt

Projektmitwirkung extern

Prof. Dr. Kurt-Jürgen Hülsbergen
Technische Universität München Link

Projektdauer

21.10.2014 - 31.08.2015

Projektförderung