EU-Strategie-FH: "Vom EU-Nachwuchs zum EU-Leuchtturm"

Mit dem zweigleisigen Strategiekonzept der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) sollen Instrumente geschaffen werden, mit denen Forscherinnen und Forscher der HSWT dazu befähigt werden, als Partner ("EU-Nachwuchs") oder als Koordinator ("EU-Leuchtturm") an EU-Projekt-Ausschreibungen erfolgreich teilzunehmen. Ziel ist es, eine breite Basis an Wissenschaftler/-innen an der HSWT zu schaffen, die die Befähigung haben, erfolgreich an EU-Auschreibungen teilnehmen zu können. Aus dieser Basis heraus sollen über die Förderlaufzeit hinaus die dann bereits erfahrenen Professoren/-innen zu Gesamtprojekt-Koordinatoren aufgebaut werden. Aufgrund der Parallelität des Konzepts "sollen" bereits während der Förderlaufzeit des Strategiekonzepts FP7-erfahrene Professoren/-innen mit Hilfe des Konzepts eine Koordination anstreben.
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"Erfolgspyramide" EU-Strategie-FH

Projektablauf

Das zweigleisige Strategiekonzept besteht aus 4 Phasen, die parallel in zweijährigen Zyklen ablaufen. In der 1. Phase, der Identifizierungsphase, werden die möglichen Kanditaten/-innen der HSWT für die Teilnahme an einem EU-Projekt identifiziert. In der 2. Phase, der Vorbereitungsphase, werden die identifizierten Forscher/-innen auf eine Antragstellung durch den/die EU-Referenten/-in zusammen mit der BayFOR vorbereitet: Prüfung vorhandener Kontakte für ein Netzwerk. In der 3. Phase, der Antragsphase, werden die Forscher/-innen durch die Antragsplanung- und -einreichung begleitet und im Erfolgsfall startet die Phase 4: die Projektabwicklung.

Eu nachwuchs ablauf

4-Phasen-Modell "EU-Nachwuchs"

Eu leuchtturm ablauf

4-Phasen-Modell "EU-Leuchtturm"

Ziele

Mit dem Konzept sollen EU-Drittmitteleinnahmen der HSWT dauerhaft gesteigert werden. Ebenso soll die internationale Sichtbarkeit der HSWT dadurch erhöht und die HSWT als attraktiver Arbeitgeber für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etabliert werden. Das Konzept ist unabhängig von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf anwendbar und kann somit als Pilotprojekt für andere Hochschulen für angewandte Wissenschaften dienen.

Innovationslabor an der HSWT

1. Hintergrund

Ein erklärtes Ziel der HSWT ist es, die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen und überregionalen Wirtschaft durch einen zielgerichteten Wissens- und Technologietransfer aus Forschung und Entwicklung zu steigern sowie die Kommunikation zwischen Gesellschaft und Forschung in beide Richtungen zu stärken. Die Hochschule stellt sich dabei mit ihren Einrichtungen, ihrem Personal und ihrer wissenschaftlichen Expertise in den Dienst der Praxis. Dabei werden neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung in die Praxis transferiert. Vor diesem Hintergrund ist die HSWT mit zahlreichen forschungsaffinen Professorinnen/Professoren und Studierenden sowie mit etabliertem Netzwerk von KMUs ein idealer Boden für die Entwicklung eines Innovationslabors.

2. Ziele und Zielgruppen

Im Rahmen des Projekts EU-Strategie FH (Arbeitspaket III) ist das Ziel, an der HSWT das vorhandene innovative Potential der Studierenden, die Erfahrungen der Professorinnen und Professoren und industrielle Forschungsbedürfnisse auf Augenhöhe zu vernetzen, die neue Forschungsansätze, Netzwerke und Kompetenzen generieren. Das Innovationlabor soll folgende Zielsetzungen dienen:

  • Katalysator von Ideen von Studierenden, Forschern und Professorinnen/Professoren auf ko-kreativer Basis
  • Ideen an der Stelle zu platzieren, wo diese in der Tat realisiert und langfristig verfolgt werden können
  • Innovationslabor als Inkubator und Plattform potenzieller Forschungsprojekte/Start-up Gründer an der HSWT
  • Steigerung der Qualität und Anzahl von Forschungsprojekten an der HSWT
  • Entwicklung tragfähiger Projekte aus den innovativen Ideen mit Stakeholdern

Drei Zielgruppen sollen im Innovationslabor auf einer ko-kreativen Basis fungieren (Abbildung 1):

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Abb. 1: Drei Zielgruppen des Innovationslabors: Professorinnen/Professoren und Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern, Studierende und KMUs. Die drei Dimensionen der Lehre, Forschung und Praxis sollen im Innovationslabor miteinander verbunden werden. Die Rolle vom ZFW besteht in der Organisation, Administration und Initiierung.

  • Forschungs- und Gründungsaffine Studierende aller Studiengänge
  • Forschungserfahrene Professorinnen/Professoren und Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern als Mentoren
  • Für Entwicklung aufgeschlossene/Gründungserfahrene Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMUs)

Vorteil dieses Systems ist eine win-win Situation, sodass jede Zielgruppe von der Existenz eines Innovationslabors profitiert (siehe nachfolgendes Poster).

3. Strategie der Konzeptentwicklung

Um das Konzept des Innovationslabors zu entwickeln, wurde eine interne sowie externe Meinungsforschung durchgeführt (Abbildung 2). Im Rahmen der externeren Forschung wurden 6 existierende Innovationslabore zur Entwicklung und Erfolgsfaktoren von deren Konzepten befragt.
Bei der internen Meinungsforschung wurden Einzelgespräche mit ausgewählten Professorinnen/Professoren, Studierenden und der Studiengangsassistenz geführt zu Chancen, Risiken sowie zur Verwirklichung des Innovationslabors. Mithilfe beider Interviewquellen konnte das Konzept verfeinert werden.

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Abb. 2: Strategie der internen und externen Befragung als Grundlage für die Konzeptentwicklung des Innovationslabors

4. Innovation und Mehrwert für die HSWT

Im Vergleich zu den jetzigen existierenden Initiativen soll das Labor folgende Innovationen und Mehrwert für die HSWT bringen (Abbildung 3):

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Abb. 3: Innovation und potenzieller Mehrwert für die HSWT bei der Verwirklichung eines Innovationslabors


Projektleitung

M.Sc. Meike Dlaboha (Koordination)
T +49 8161 71-6310
meike.dlaboha [at]hswt.de

Projektbearbeitung


Projektdauer

01.03.2015 - 28.02.2021

Projektpartner

Projektförderung