Auswirkungen des Klimawandels auf ökologische Serviceleistungen von Grasland-Moorökosystemen“, Teilprojekt 4 des Bayrischen Forschungsverbundes „Auswirkungen des Klimas auf Ökosysteme und klimatische Anpassungsstrategien“ (FORKAST)

Moore weisen ein breites Spektrum an ökologischen Serviceleistungen auf, wobei neben landwirtschaftlicher Erzeugung (Produktionsfunktion) insbesondere der Ausgleich des Landschaftswasserhaushaltes (Regelungsfunktion), die Erhaltung der Biodiversität (Lebensraumfunktion) und die Kohlenstoff-Speicherung bzw. der Austausch klimarelevanter Spurengase (Regelungsfunktion) von gesellschaftlicher Bedeutung sind. Die zukünftige Ausprägung dieser Serviceleistungen hängt, neben der Nutzungsintensität, wesentlich von der Wirkung des Klimawandels ab. Ziele des Teilprojektes 4 waren es, die Bedeutung des Zusammenwirkens von Standort (Intensiv- vs. Extensivgrünland), Pflanzenartenkombination und Klimawandel (vorrangig Temperatur und Wasserhaushalt) auf die ökologischen Serviceleistungen (Produktions- und Lebensraumfunktion und insbesondere Regelungsfunktion, d. h. Kohlenstoffbindung und Klimaentlastung) in Mooren zu erforschen. Methodisch war das Projekt dabei mit anderen Teilprojekten der Grünlandökosystemforschung vernetzt. Anhand der experimentellen Ergebnisse sollte die Vulnerabilität der ökologischen Serviceleistungen gegenüber (zukünftigen) Klimawandel-Extremen modellbasiert prognostiziert und Managementoptionen zur Anpassung der Moore an den Klimawandel identifiziert werden.

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Abbildung 1: Untersuchungsvariante auf Intensivgrünland mit Manipulation der Temperatur durch sogen. „open top chambers“ (OTCs) (Foto: Tim Eickenscheidt)
Abb. 2: Messung des Netto-Ökosystemaus-tauschs von CO2 mittels transparenter Gaswechsel-haube (Foto: Jan Heinichen).

Bildlegende Abb. 1 vollständig

Abbildung 1: Untersuchungsvariante auf Intensivgrünland mit Manipulation der Temperatur durch sogen. „open top chambers“ (OTCs), d. h. nach oben offenen Klein-Gewächshäusern und Manipulation des Grundwasserstands mit Hilfe von Spund-wänden und Pumpensystem mit automatischer Grundwasser-standsüberwachung (Foto: Tim Eickenscheidt).

Partner im Forschungsverbund

Universität Bayreuth, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Technische Universität München (TUM), Universität Regensburg, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP), Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER), Helmholtz Zentrum München, Institute for Atmospheric Environmental Research Garmisch-Partenkirchen (IMK-IFU).