Assessment of BIOrefinery concepts and the implications for agricultural and forestry POLicy (BIOPOL)

In einer Bioraffinerie wird in einem integrativen Konzept Biomasse (gleichzeitig) zu Kraft- und Brennstoffen, Energie, Werkstoffen und/ oder chemischen Produkten umgewandelt. Durch die Produktion mannigfaltiger Produkte, kann eine Bioraffinerie daher die Vorteile unterschiedlichster Biomasse-Komponenten und Zwischenprodukte nutzen und den Wert des Biomasse-Ausgangsmaterials maximieren.

Zielsetzungen

Das übergeordnete Ziel des BIOPOL-Projektes war es, den technischen, sozialen, ökologischen und politischen Status, sowie den Status der Implementierung von innovativen BIOraffinerie-Konzepten und deren Auswirkungen auf die POLitik der Land- und Forstwirtschaft der EU zu bewerten. Mithilfe der Ergebnisse des Projektes können nachhaltige Lösungen auf der Basis von verschiedenen Szenarien bewertet werden. Dies wird Einfluss auf verschiedene europäische Schlüssel-Industrien haben. Gleichzeitig werden dadurch wichtige Informationen für den aktuellen „Aktionsplan für Biomasse“ der Europäischen Kommission geliefert.

Die Hauptaufgabe des Wissenschaftszentrums in Straubing bestand darin, die sozialen und umweltrelevanten Auswirkungen von Bioraffinerie-Konzepten zu untersuchen. Im Fokus stand dabei insbesondere die Marktakzeptanz von Bioraffinerie-Konzepten unter den industriellen Nutzern und Endverbrauchern.

Auf der Basis von Literaturrecherchen wurden hierzu standardisierte schriftliche Befragungen unter Industrieakteuren und Endkonsumenten realisiert. Um darüber hinaus gehende Informationen zu erhalten, wurden zusätzlich telefonische Interviews bei ausgewählten Firmen und Verantwortlichen von Industrieverbänden durchgeführt.

In einem zweiten Schritt erfolgte die Untersuchung der Auswirkungen von Bioraffinerien auf die ländliche Entwicklung, die Beschäftigtenzahlen und die Umwelt mit Hilfe von Fallstudien.

Ergebnisse

Die Ergebnisse dieser Fallstudien wurden abschließend mit verschiedenen Stakeholdern auf einem Workshop diskutiert, so dass die gewonnen Resultate verallgemeinert werden können.

Projektleitung

Prof. Dr. Klaus Menrad (Koordination)
T +49 9421 187-200
klaus.menrad [at]hswt.de Mail

Projektbearbeitung


Stefan Kurka

Projektdauer

01.03.2007 - 28.02.2009