Ermittlung der Teerbildung in einer Biomassevergasungsanlage

Bei der thermochemischen Umwandlung von Biomasse in Vergasungsanlagen treten vielfältige Schwierigkeiten auf. Ein zentrales Problem ist dabei die Entstehung von Teeren innerhalb des Reaktors. Diese Stoffe setzen vor allem die Standzeit der Anlage herab und können damit die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gefährden. Ziel des Projektes ist, die Zusammenhänge der Teerbildung mit den Betriebsparametern, wie beispielsweise Temperatur oder Materialfeuchte, zu untersuchen und so die Grundlage für eine Optimierung der Anlage zu schaffen.

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Reaktor zur Biomassevergasung
Teerprobenahme am Reaktor

Analytik der Teerverbindungen

Die Probenahme und Analytik der Teerverbindungen inkl. Benzol erfolgt nach der DIN CEN/TS 15439 an einer Biomassevergasungsanlage der Stadtwerke Rosenheim. Dabei wird das Gas isokinetisch entnommen, über einen beheizten Partikelfilter und durch Waschflaschen mit dem Lösemittel Isopropanol geleitet. Anschließend wird im Labor der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf der Teergehalt qualitativ und quantitativ mit einem GC/MS-System bestimmt. Parallel dazu werden die Hauptbestandteile des Produktgases mit einem Gasanalysator bestimmt. So können Rückschlüsse auf Korrelationen der Gaszusammensetzung und der Teerkonzentration gezogen werden (Teilprojekt I).

Übertragbarkeit auf Biomassevergaser anderer Betreiber

Die gewonnenen Ergebnisse werden sodann auf Anlagen anderer Betreiber übertragen (Teilprojekt II).
Dazu werden Teermessungen an anderen Vergasungsreaktoren durchgeführt, um zu überprüfen, ob dort gleiche oder ähnliche Zusammenhänge zu Betriebsparametern der Rosenheimer Anlage bestehen.

Projektleitung

Prof. Dr. Rudolf Huth (Koordination)
T +49 9826 654-214
rudolf.huth [at]hswt.de Mail

Projektbearbeitung

Dipl.Ing. Reinhold Egeler
Stadtwerke Rosenheim Link

Projektdauer

01.09.2009 - 30.04.2012

Projektförderung