Kleegrassilage I (ICOPP) - Kleegrassilage aus spezieller Nutzung in der ökologischen Geflügelfütterung

Die Ernährung monogastrischer Nutztiere in der ökologischen Landwirtschaft ist besonderen Restriktionen unterworfen. Die Versorgung mit essentiellen Aminosäuren (insbesondere Methionin und Lysin gelingt insbesondere beim Geflügel oft nicht in ausreichender Weise, da die zur Verfügung stehenden Eiweißfuttermittel diese Aminosäuren nicht in ausreichender Konzentration aufweisen. Die nach EU-Öko-Verordnug für das Jahr 2012 vorgesehene "100-%-Biofütterung" ist vor diesem Hintergrund nur schwierig zu realisieren und führt zu einer drastischenr Ehöhung der Futterkosten. Das auch für Geflügel vorzusehende Raufutterangebot wird von den Tieren oft nur unzureichend genutzt, da die sensorische Attraktivität nicht gegeben ist. Der Beitrag des Raufutters zur Lieferung von Nähr-, Mineral- und Wirkstoffen ist aufgrund unzureichender Qualität (Werbung, Konservierunng) nur marginal.

Gesamtziel des Vorhabens

Das Forschungsvorhaben ist darauf ausgerichtet, Ansätze zur Gewinnung eines hochwertigen Eiweißfuttermittels in Form speziell genutzter Kleegrassilage aufzuzeigen und dieses Futtermittel in Rationen für Legehennen und Masthühner (Broiler) einzusetzen. Damit könnte dem Kreislaufgedanken in der ökologischen Landwirtschaft in besonderem Maße entsprochen werden.

Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens

- Erzeugung und Einsatz von spezieller Kleegrassilage mit hohem Futterwert und gesundheitsfördernder Wirkung in der ökologischen Geflügelfütterung. Prüfung der Tiergesundheit, des Verhaltens, der tierischen Leistung (Merkmale der Mastleistung und des Schlachtkörperwertes) sowie der Produktqualität (Eier, Fleisch) - Anwendung des "Weihenstephaner Fütterungskonzepts" für die ökologische Geflügelfütterung (abgesenkte ME- und AS-Gehalte unter Beachtung der AS/ME-Relation).


Promotionen

Silage von jung genutzter Luzerne (Medicago sativa) als heimisches Proteinfutter in der ökologischen Geflügel- und Schweinefütterung

Doktorandin: Dr. agr. J. Wüstholz
Betreuer HSWT: Prof. Dr. Gerhard Bellof
Fakultät: Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme
Partner-Uni: Universität Kassel | Prof. Dr. A. Sundrum
Zeitraum: 01.09.2012 - 17.03.2017

Projektleitung

Prof. Dr. Gerhard Bellof (Koordination)
T +49 8161 71-6401
gerhard.bellof [at]hswt.de

Projektbearbeitung

Dr. agr. Jessica Kim Wüstholz

Projektmitwirkung extern

Prof. Dr. Albert Sundrum
Universität Kassel

Projektdauer

01.10.2011 - 31.01.2015

Projektpartner

Projektträger

Projektförderung