Dendrochronologische Untersuchungen zur Reaktion der Baumart Bergahorn auf klimatische Veränderungen in den Nördlichen Kalkalpen

Im Projekt wurde mit dendroökologischen Methoden die Reaktion von Bergahorn auf Klimaveränderungen und Extremjahre in den nördlichen Kalkalpen an 14 Standorten in Bayern und Österreich untersucht.

Vorgehensweise

Obwohl ein spezielles Präparationsverfahren zur Abgrenzung der Jahrringe erfolgreich etabliert werden konnte, gestaltete sich die Messung der Bergahornproben aufgrund der zahlreichen Jahrringausfälle als sehr schwierig. Die Jahrringkurven konnten deshalb nicht auf Einzelbaumebene, sondern nur auf Bestandsebene als Mittelkurve synchronisiert werden und die Ergebnisse dürfen unter statistischen Gesichtspunkten streng genommen nur als Tendenz interpretiert werden.

Ergebnisse

Auf den untersuchten flachgründigen Karbonatstandorten sind die Radialzuwächse des Bergahorns gering (im Mittel 1,2 mm), aber vergleichbar mit den anderen untersuchten Baumarten. Bergahorn regiert nur schwach auf Trockenjahre. Im langfristigen Mittel wirken sich höhere Temperaturen in der Vegetationszeit eher positiv auf das Wuchsverhalten aus. Die Temperaturerhöhung seit 1990 um ca. 1°C hat bis jetzt keine Auswirkungen auf das Wuchsverhalten des Bergahorns, was auf eine gute Anpassungsfähigkeit innerhalb der bisher aufgetretenen Klimaveränderung hinweist.

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse dieser Untersuchung die Einschätzung des Bergahorns als eine relativ trockenresistente Baumart. Eine stärkere Beteiligung des Bergahorns im Zuge der Naturverjüngung ist somit in Bezug auf die Klimastabilität der Bergmischwälder positiv zu bewerten.

Nähere Informationen und weitere Ergebnisse dieses Forschungsprojekts finden Sie in einer Fachveröffentlichung unter "Weblinks" in der rechten Spalte.

Projektleitung

Prof. Dr. Andreas Rothe (Koordination)
T +49 8161 71-5970
andreas.rothe [at]hswt.de Mail

Projektbearbeitung

Dr. Claudia Hartl-Meier

Projektmitwirkung extern

Projektdauer

01.01.2013 - 30.08.2013

Projektförderung

Weblinks

Fachveröffentlichung in LWF aktuell 100/2014 Link
Projektabschlussbericht Link