Erbsen und Erbsenprodukte in der Hühnermast und Ferkelaufzucht unter besonderer Berücksichtigung der Darmgesundheit

Hintergrund und Motivation

Körnerleguminosen gelten in der Landwirtschaft als wertvolle Kulturpflanzen. Sie tragen zur Auflockerung von getreidereichen Fruchtfolgen bei und leisten einen bedeutenden Beitrag zur regenerativen Stickstoffversorgung im Ackerbau, indem sie mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff (N) binden. Aufgrund des nachhaltigen Handelns in der landwirtschaftlichen Erzeugung, der Ausweitung des Futtermittelspektrums und der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik mit den Vorgaben des Greenings wird den Körnerleguminosen ein wachsendes Interesse zuteil.

Die Körnererbse (Pisum arvense) ist in Anbetracht ihrer Anbaufläche in Deutschland die insgesamt wichtigste Körnerleguminose. Als Körnerleguminose zählen Erbsen vorrangig zu den proteinliefernden Futtermitteln in der Nutztierfütterung. Neben ihren mittleren Rohproteingehalten weisen die Erbsen zusätzlich hohe Stärkegehalte auf. Für die Geflügel- und Schweinefütterung sind neben dem Aminosäurengehalt und der -verdaulichkeit auch die energieliefernden Inhaltstoffe sowie die Nahrungsfasern von Interesse.

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Masthühner (Copyright: HSWT, Bild: Peter Weindl)

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Körnererbsen (Copyright: HSWT, Bild: Sina Göppel)

Bisherige Forschungen an der HSWT

Körnerleguminosen gelten in der Landwirtschaft als wertvolle Kulturpflanzen. Sie tragen zur Auflockerung von getreidereichen Fruchtfolgen bei und leisten einen bedeutenden Beitrag zur regenerativen Stickstoffversorgung im Ackerbau, indem sie mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff (N) binden. Aufgrund des nachhaltigen Handelns in der landwirtschaftlichen Erzeugung, der Ausweitung des Futtermittelspektrums und der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik mit den Vorgaben des Greenings wird den Körnerleguminosen ein wachsendes Interesse zuteil.

Die Körnererbse (Pisum arvense) ist in Anbetracht ihrer Anbaufläche in Deutschland die insgesamt wichtigste Körnerleguminose. Als Körnerleguminose zählen Erbsen vorrangig zu den proteinliefernden Futtermitteln in der Nutztierfütterung. Neben ihren mittleren Rohproteingehalten weisen die Erbsen zusätzlich hohe Stärkegehalte auf. Für die Geflügel- und Schweinefütterung sind neben dem Aminosäurengehalt und der -verdaulichkeit auch die energieliefernden Inhaltstoffe sowie die Nahrungsfasern von Interesse.

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Mastferkel (Bild: COLOURBOX_ Artem Merzlenko)

Zielsetzungen des Projekts

Erbsenschalen rücken aufgrund ihrer Gehalte an Nahrungsfasern („dietary fibre“) in den Fokus. Hierunter sind Kohlenhydrate zu verstehen, welche nicht durch körpereigene Enzyme im Dünndarm verdaut werden können. Sie umfassen unverdauliche Oligosaccharide, resistente Stärke, Nicht-Stärke-Polysaccharide (NSP) und Lignin. Die Wirkung von Nahrungsfasern beginnt passiv bei der Futteraufnahme, umfasst die Darmmikrobiologie und ihre Metaboliten, wirkt sich auf immunologische Parameter aus und kann auch positive Effekte auf die tierische Leistung haben. Der für das geplante Projekt gewählte Ansatz einer systematischen Prüfung von Erbsen, Erbsenproteinkonzentraten und Erbsenschalen in der Hühnermast und der Ferkelaufzucht soll dazu beitragen, folgende Fragestellungen zu klären:

  • Welche Auswirkungen zeigen unterschiedliche Mischungsanteile an Erbsen, Erbsen-proteinkonzentrat oder Erbsenschalen in Alleinfuttermischungen für Broiler und abgesetzte Ferkel auf Futteraufnahme, Lebendmasseentwicklung und Futteraufwand pro kg Zuwachs?
  • Wie ist der Schlachtkörperwert von Broilern zu beurteilen?
  • Ergeben sich zwischen den Fütterungsvarianten Unterschiede für ausgewählte mikrobiologische und morphologische Merkmale des Darmes („Darmgesundheit“)?

Im Rahmen der von der Union zur Förderung der Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) geförderten Studie sollen ein Broilermastversuch und ein Fütterungsversuch mit abgesetzten Ferkeln durchgeführt werden.


Projektleitung

Prof. Dr. Gerhard Bellof (Koordination)
T +49 8161 71-6401
gerhard.bellof [at]hswt.de

Projektdauer

01.09.2021 - 31.12.2022

Projektförderung