Öffentlicher Raum: Therapeutischer Garten für das 'Federal Scientific Center of Rehabilitation of the Disabled' in Sankt Petersburg

Hintergrund des Projekts im Rahmen des gemeinsamen deutsch-russischen Hochschuljahres 2020

Der Hauptnutzen dieses Projekts ist ein internationaler Wissensaustausch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen kulturellen, klimatischen und sozioökonomischen Gegebenheiten in Nordrussland und Deutschland. Die Studierenden werden in der Lage sein, die Auswirkungen unterschiedlicher sozioökonomischer und kultureller Bedingungen für einen Planungsprozess in Landschaftsarchitektur zu verstehen. Modernste Datenerfassungstechnologien werden hierbei eingesetzt. 

Das gesamte Projekt läuft in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Sankt Petersburg, zu der von beiden Hochschulen sehr gute Kontakte bestehen. Aufgrund von Corona findet das Projekt 2020/21 im virtuellen Raum statt!

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Gemeinsames Abschlussfoto vor der Walduni beim Projekt im Wintersemester 2019/20

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Abschlusspräsentation an der Walduni beim Projekt im Wintersemester 2019/20

Zielsetzung und Vorgehensweise

Im Rahmen dieses Projekts ist eine bislang nicht nutzbare Freifläche einer Klinik und Rehabilitationseinrichtung zu gartentherapeutischen Zwecken umzugestalten. Der gartentherapeutische Forschungansatz ist bislang in Russland einzigartig. 

In einem ersten Schritt werden von den russischen Studierenden Befragungen nach den Methoden der empirischen Sozialforschung durchgeführt (Ärzte, Reha-Personal, Patienten, Angehörige etc.). Ziel ist es eine nachhaltige, gestalterisch ansprechende und zugleich medizinisch funktionale Freifläche zu gestalten. Die klimatischen Rahmenbedingungen Sankt Petersburgs sind für die therapeutische Nutzung einer solchen Freiflächen alles andere als optimal. Die Vegetationsperiode ist kurz, häufiger und heftiger Wind gehören ebenso wie Regen zum Alltag. Die Winter sind von langer Dunkelheit geprägt, die Sommer von sehr kurzen hellen Nächten. Da aber gerade für kranke bzw. rehabilitationsbedürftige Menschen der direkte Kontakt zur Natur von großem Mehrwert ist (Stichwort: Gartentherapie), ist nach Lösungen zu suchen, die alle Notwendigkeiten erfüllen. Bedingt durch die Historie ist der offene Umgang mit Personen mit Behinderungen in Russland meist zurückhaltend.


Projektleitung

Prof. Dr. Amrei Mosbauer (Koordination)
T +49 8161 71-4058
amrei.mosbauer [at]hswt.de

Prof. Dr. Silke Rossipal-Seifert (Koordination)
T +49 8161 71-3771; +49 0173 8604444
silke.rossipal-seifert [at]hswt.de

Projektbearbeitung


Projektmitwirkung extern

Prof. Dr. Alexandr Kryukovskiy
Forest Technical University Saint Petesburg

Projektdauer

01.10.2020 - 20.12.2020

Projektpartner

Projektförderung