The Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) steht für eine umfassende, praxisorientierte Lehre und Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften und grünen Technologien. Sie folgt dabei ihrem Leitspruch Applied Sciences for Life. Mit den Campussen Weihenstephan und Triesdorf bietet die HSWT eines der national und international modernsten landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildungszentren, das sich durch einen sehr hohen Anwendungsbezug auszeichnet. Dies ist für die Kooperation mit afrikanischen Partnern umso bedeutsamer, als in vielen Ländern die landwirtschaftliche Ausbildung sehr theoretisch ist und praktische Elemente eine untergeordnete Rolle spielen. Eine (teilweise) Übertragung des Konzeptes der deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in interessierte Länder besitzt hohe Bedeutung sowohl für Deutschland als auch für die Zielländer. Der Aufbau und die Entwicklung von Studiengängen mit starkem praktischen Bezug - einschließlich betrieblicher Praktika - stellen eine große organisatorische und kulturelle Herausforderung dar, sind aber unbedingt notwendig für die weitere Entwicklung von Studiengängen der Lebenswissenschaften und der Grünen Technologien. Hier können die vielfältigen und umfassenden Erfahrungen und besonders auch die praxisbezogenen Netzwerke der HSWT genutzt werden.

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Ochsengespann in der Arsi-Region
Weizenanbau in der Arsi-Region

Ziele

Die HSWT verfolgt im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten die Absicht, einen Beitrag zur Wissensgesellschaft in Äthiopien als Nukleus einer stabilen und funktionierenden Gesellschaft sowie als Basis eines erfolgreichen Wirtschaftsstandortes zu leisten. Äthiopien ist ein Schwerpunktland des Bayerischen Afrikapakets. Die HSWT wird ihre Expertise in der akademischen Aus- und Weiterbildung sowie im Wissenstransfer einbringen. Dabei ist insbesondere der Aspekt des Praxisbezugs wichtig: Die HSWT möchte das Modell der Hochschulen für angewandte Wissenschaften - wie sie es selbst praktiziert - aktiv mit äthiopischen Partnern entwickeln. Dabei fokussiert die HSWT auf die Schwerpunkte Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau, Weiterverarbeitung von Lebensmitteln, Umweltplanung und Umweltschutz.

Praxiswissen schafft Chancen

An vielen Hochschulen Äthiopiens ist die Lehre in Fächern der genannten Bereiche stark theoriebasiert, weshalb es Absolventinnen und Absolventen im Berufsleben bisweilen an Wissen zur optimalen praktischen Umsetzung des Gelernten mangelt. Eine verstärkt praxisnahe Ausbildung mit Partnern aus Industrie und staatlichen Einrichtungen soll die beruflichen Chancen der Alumni verbessern und zur wirtschaftlichen Entwicklung Äthiopiens beitragen. Die HSWT plant, ein langfristiges Netzwerk von Bildungseinrichtungen und Praxispartnern aufzubauen, in dem alle Beteiligten vom gegenseitigen Austausch profitieren. Neben der Bayerisch-Äthiopischen Allianz der HSWT fördert der Freistaat vier weitere Projekte anderer Einrichtungen in und mit Äthiopien (siehe Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei, rechts unter Weblinks).