Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences

Hintergrund

Von Oktober 2019 bis Dezember 2021 wurde das Projekt "The Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences" an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführt. Die bayerisch-äthiopische Allianz war Teil des Network Africa am Zentrum für Internationales und ein wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie der HSWT. Die "Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences" wurde von der Bayerischen Staatskanzlei im Rahmen des "Bayerischen Afrikapakets" gefördert.


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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des virtuellen Auftakttreffens der Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences (2020)

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Landwirtschaft in Äthiopien

Ziele

Mit der Allianz verfolgte die HSWT die Absicht, ein Netzwerk mit äthiopischen Partnern im Bereich der akademischen Aus- und Weiterbildung aufzubauen und ihre Expertise im Bereich angewandte Lehre einzubringen. Hierbei sollte das Modell der Hochschulen für angewandte Wissenschaften – wie die HSWT es selbst seit nahezu 50 Jahren praktiziert – mit den äthiopischen Partner:innen diskutiert und für deren Bedürfnisse weiterentwickelt werden. Im Projekt fokussierte die HSWT auf die eigenen thematischen Schwerpunkte Landnutzung, Gartenbau, Agribusiness, Lebensmitteltechnologie, Biotechnologie, Raumplanung sowie Klimawandelanpassung.

An vielen Hochschulen Äthiopiens ist die Lehre in Fächern der genannten Bereiche stark theoriebasiert, weshalb es Absolventinnen und Absolventen im Berufsleben bisweilen an Wissen zur optimalen praktischen Umsetzung des Gelernten mangelt. Eine verstärkt praxisnahe Ausbildung mit Partnern aus Industrie und staatlichen Einrichtungen soll die beruflichen Chancen der Alumni verbessern und zur wirtschaftlichen Entwicklung Äthiopiens beitragen.

Mit der "Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences" konnte die HSWT ein langfristiges Netzwerk von Bildungseinrichtungen und Praxispartner:innen aufbauen, in dem alle Beteiligten vom gegenseitigen Austausch profitierten. Im Aufbau der Allianz konnten auch die vielfältigen und umfassenden Erfahrungen und besonders auch die praxisbezogenen Netzwerke der HSWT genutzt werden. Insbesondere mit dem bestehenden HSWT-Projekt "Ausbildungspakt mit Afrika", welches vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert wird, konnten wertvolle Synergieeffekte entstehen.

Folgende Ziele konnten im Rahmen der "Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences" erreicht werden:

  • Identifikation geeigneter Projektpartner:innen und Themen
  • Aufbau eines fundierten Netzwerks im Bereich angewandter Lehre zwischen äthiopischen und bayerischen Partner:innen aus Wissenschaft, Industrie und öffentlichem Sektor
  • Durchführung einer Vielzahl an virtuellen Veranstaltungen
  • Verstetigung und Dissemination der Inhalte durch die Errichtung einer internetbasierten Fachinformationsplattform als Teil der HSWT Strategie digitale Lehre

Veranstaltungen

Durch die Coronakrise konnte das Projekt nicht wie zunächst geplant im persönlichen Austausch bei den äthiopischen Partneruniversitäten oder an der HSWT in Weihenstephan durchgeführt werden. Umso erfreulicher war es, dass im Rahmen der Allianz eine Vielzahl an Online-Aktivitäten durchgeführt werden konnten, welche im Folgenden chronologisch aufgelistet sind:

Projektpartner

Weiterführung der Aktivitäten

Die Förderung der "Bavarian-Ethiopian Alliance for Applied Life Sciences" durch die Bayerische Staatskanzlei erfolgte im Rahmen der Afrika-Aktivitäten des Freistaats.

Nach Abschluss des Projekts werden die erfolgreichen Aktivitäten ab Januar 2022 im Rahmen der neugegründeten "African-Bavarian Alliance for Applied Life Sciences" fortgeführt. Diese afrikanisch-bayerische Allianz wird erneut von der Bayerischen Staatskanzlei im Rahmen des "Bayerischen Afrikapakets" finanziert und umfasst neben den bestehenden äthiopischen Partnerinstitutionen nun auch Stakeholder aus den weiteren bayerischen Partnerländern Senegal, Tunesien und Südafrika (Western Cape & Gauteng).