Literaturstudie zu dem Thema "Biotopstümpfe als Lebensraum (Hochstümpfe) für xylobionte Artengemeinschaften - Studie einer unechten Zeitreihe"

Hintergrund

Um besonders den Mangel an stehendem Totholz in mittelalten Wäldern an dieser Struktur auszugleichen und Flächen mit unterschiedlicher Totholzausstattung zu vernetzten, haben die Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2018 rund 2.550 Hochstümpfe als Maßnahme im „Sonderprogramm Naturschutz“ (gefördert durch StMELF) geschaffen. Bereits in früheren Jahre wurden in einzelnen Forstrevieren bereits solche Hochköpfungen durchgeführt.
In den letzten zwei Dekaden ist das Wissen über die Bedeutung, die Qualität und Quantität (Schwellenwerte) von Totholz in Wäldern stark gestiegen (Drappeau et al. 2009, Flade et al. 2004, Lachat et al. 2012, Winter et al 2016). Die Wirkung als Nährstoffdepot, Wasserspeicher, Keimbett, Verbissschutz, als Habitat für Antagonisten von forstlichen Schadorganismen, aber auch als Element für den Biodiversitätsschutz ist inzwischen weit verbreitet und fand Eingang in die Naturschutzkonzepte vieler staatlicher Forstbetriebe in Europa und Nordamerika.

Über den Wert dieser aktiven Naturschutzmaßnahme gibt es aber tatsächlich noch ein beträchtliches Wissensdefizit in Mitteleuropa. Mit dieser Untersuchung soll dieses Wissensdefizit reduziert werden, ein erster Schritt ist nun eine Literaturstudie zu diesem Thema.