Adsorptionsversuche mit Aktivkohle zur Abreicherung von PFC aus Deponiesickerwasser

Ein Deponiesickerwasser, welches als gewerbliches Abwasser (siehe Definition D·U·M) eine Be­lastung der Umwelt darstellt, soll mittels von adsorptiv wirkenden Substanzen nachhaltig von poly­- bzw. perfluorierten Alkyl-Substanzen (PFC) abgereinigt werden. Die genannte Stoffgruppe umfasst mehr als 3.000 anthropogen hergestellte Substanzen, die je nach Länge der Kohlenstoffverbindun­gen in lang- oder kurzkettig unterschieden werden können. Die Wasserstoffatome dieser Ketten können teilweise (poly) oder vollständig (per) durch Fluoratome substituiert werden.

PFC-Verbindungen befinden sich aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Wirkung sowie der chemischen und thermischen Stabilität in vielen Verbraucherprodukten wie Kochgeschirr, Textilien und Papier. Da diese Verbindungen eine hohe Persistenz aufweisen, soll in diesem Vorhaben eine Aufstrom-­Laboradsorptionsanlage aufgebaut werden, die aus einem Vorlagebehälter mit dem zu reinigenden Sickerwasser beschickt wird. Durch den Versuchsaufbau sollen unterschiedliche Verweilzeiten (EBCT) realisiert werden und so innerhalb des Betriebes zusätzliche Erkenntnisse über diese Einflussgröße für eine Mehrstoffadsorption gewonnen werden. Die Zielsetzung besteht aufgrund der kritischen PFC-Verbindungen darin, die sinnvollste Verweilzeit zur Entfernung der genannten Stoff­gruppe zu ermitteln.


Projektleitung

Prof. Dr. Frank Reiner Kolb (Koordination)
T +49 9826 654-233
frank.kolb [at]hswt.de

Projektdauer

26.06.2019 - 30.11.2019