Verwertung und Anbauoptimierung von Hanf als Nachwachsender Rohstoff

Hanf (Cannabis sativa L.) erlebt derzeit einen Aufschwung als wiederentdeckte Kulturptlanze. Die bundesweite Anbaufläche von Hanf ist von 437 ha im Jahr 2013 auf über 2.800 ha in 2018 gestiegen (in Bayern von 71 ha aut 203 ha). Dabei kann Hanf als Multi-Purpose-Pflanze annähernd komplett genutzt werden.
Cannabis feld colourbox33715821


Die Einführung der neuen bzw. wiederentdeckten Kulturart Hanf erweitert das genutzte Kulturpflanzenspektrum und schafft neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für Landwirte. Im Vergleich zu etablierten Kulturarten benötigt Hanf teilweise andere Standzeiten und nahezu keine Pflanzenschutzmittel, dies fördert die Biodiversität der Beikräuter und der Agrarfauna. Die bisher im ‘Gelben Heft“ für die korrekte Anwendung der Düngeverordnung verfügbaren Werte zu Hanf sind veraltet und nur auf die Fasernutzung ausgerichtet. Um die natürlichen Ressourcen Oberflächen- und Grundwasser zu schützen, wird im Projekt der Düngebedarf von Hanf für die verschiedenen Nutzungsrichtungen bestimmt und die hinterlassenen Gehalte an mineralischern Stickstoff bestimmt. Durch die innovativen, neuen Hanfprodukte wie Cannabinoid-Extrakte, Grünmassenutzung, “Winterhanf“-Anbau für Faserzwecke und Hanf als Superfood mit Koppelnutzung der Fasern bieten sich für die bayerischen Landwirte Chancen für ihre regionale Wertschöpfung.

Ziele des Projekts

Das Projekt soll mit konkreten Empfehlungen zum nachhaltigen Anbau und den erzielbaren Qualitäten und Erträgen, der Darstellung der diversen Nutzungsmöglichkeiten, aktuellen Kontaktlisten zu Verarbeitern sowie Geräteverleihern die nötigen Entscheidungsgrundlagen als Basis tür einen weiteren Anbau dieser vorteilhaften Kultur schaffen.