Entwicklung von individuellen Staudenmischpflanzungen für das Gewerbeumfeld

Hintergrund

Die Pflege der Grünanlagen der von der Ratisbona Projektentwicklung KG erstellten Objekte erwies sich in der Vergangenheit als sehr intensiv. Der Aufwand für die Bewässerung sowie die Beseitigung von unerwünschten Beikräutern war enorm hoch. Im Hinblick auf den Klimawandel werden in Zukunft Pflanzen benötigt, die hitzebeständiger sind. Zudem befand Ratisbona das Erscheinungsbild der bisherigen Grünanlagen der Märkte nicht mehr als zeitgemäß. Dies war für die Firma der Anlass, ein verbessertes Konzept zu finden.

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Staudenmischpflanzung auf dem Gelände der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Das Begrünungskonzept "Smart Green Keeping" beim Netto Markt in Lappersdorf (Bild: Ratisbona Projektentwicklung KG)

Lösungsansätze und Vorteile

Erprobt wird das neue Begrünungskonzept "Smart Green Keeping" an der Außenanlage des Netto Marktes in Lappersdorf bei Regensburg. Entwickelt wurde das Konzept von dem Architekten Ernst Utz, Ratisbona Projektentwicklung KG, und dem Landschaftsarchitekten Richard Weidmüller aus Regensburg. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt Prof. Dr. Swantje Duthweiler von der Fakultät Landschaftsarchitektur und dem Institut für Ökologie und Landschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf aus Freising. Das neue Konzept soll die Pflegeintensität der Außenanlagen deutlich minimieren. Die partiell angelegte Staudenmischpflanzung ist hitzebeständiger und muss somit seltener bewässert werden. Die Bepflanzungsart verhindert das Entstehen von Beikräutern, da statt organischem Humus eine Sandkiesmischung als Vegetationsschicht verwendet wird. Zur Abdeckung wird eine Steinmulchschicht eingesetzt, damit sich anfliegende Beikräuter nicht entwickeln können und auch um die Gesamtoptik moderner erscheinen zu lassen. Ein weiterer ökologischer Vorteil der Staudenmischpflanzen entsteht durch die Variation von Früh- mit Spätblühern, wodurch Blüten zu unterschiedlichen Jahreszeiten zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird auf der Südseite des Objektes in Lappersdorf eine Wildblumenwiese mit nur ein- bis zweimaliger Mahd pro Jahr angelegt. Daher sind die neuen Grünanlagen auch sehr insektenfreundlich, beispielsweise für Bienen.

Projektleitung

Projektdauer

01.02.2019 - 30.06.2019

Projektförderung