Our Common Future: Diagnose von Schaderregern als Basis für einen nachhaltigen Pflanzenschutz

Im Herbst 2018 startete ein 15-monatiges Projekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) im Rahmen des Programms "Our Common Future: Schüler, Lehrer, Wissenschaftler forschen zur Nachhaltigkeit". Das von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt wird in Form eines P-Seminars in der Oberstufe am Camerloher-Gymnasium in Freising durchgeführt.

In den städtischen Grünanlagen von Freising, an den Gebäuden von Firmen und Wohn- und Geschäftshäusern finden sich zahlreiche Standorte, die mit Rosen bepflanzt sind. Die Stadt Freising ist durch die bundesweit tätige Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. 2001 zur ersten bayerischen Rosenstadt ernannt worden. In einem ersten Schritt werden Krankheiten und Schädlinge sowie abiotische Schadursachen an Rosen an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet erfasst und diagnostiziert. Die Probenahme der symptomtragenden Blätter, Blüten oder Triebabschnitte erfolgt dabei in regelmäßigen Abständen innerhalb der Vegetationsperiode. Im Pflanzenschutzlabor der HSWT und in den Praktikumsräumen des Camerloher-Gymnasiums wird das gesammelte Pflanzenmaterial in Gruppenarbeit untersucht. Außerdem werden Bodenproben an den einzelnen Standorten gezogen und auf Nährstoffgehalt und andere Parameter untersucht.

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Diagnose-Beispiel: Fraßschäden an Rosen durch Blattschneiderbienen
Diagnose-Beispiel: Blattläuse an Rosentrieben

In einem zweiten Schritt wird geprüft, welche Möglichkeiten zur Vorbeugung und Bekämpfung im Sinne eines integrierten und damit nachhaltigen Pflanzenschutzes am jeweiligen Standort bereits ausgeschöpft sind bzw. optimiert werden können. Laut §2 des Pflanzenschutzgesetzes ist der integrierte Pflanzenschutz definiert als "eine Kombination von Verfahren, bei denen unter vorrangiger Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß beschränkt wird". Einflussfaktoren wie Kleinklima und Sorten lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Standorte erfassen und bewerten.

Da das Projekt als P-Seminar durchgeführt wird, folgt der zeitliche Rahmen den schulischen Anforderungen. Projektstart war mit Beginn der Klasse 11/1 im September 2018. Jahreszeitlich bedingt wurden direkt zu Anfang erste Pflanzenproben genommen und untersucht. Der Schwerpunkt der Untersuchungen und Arbeiten erfolgt ab Frühjahr 2019 in Klasse 11/2 bis zum Ende der Klasse 12/1 voraussichtlich im Dezember 2019. Die durchgeführten Arbeiten und Ergebnisse werden im Rahmen dieser Projektseite im Webangebot der Hochschule dargestellt und von den Schülerinnen und Schülern in der Projektphase regelmäßig mit Fotos, Videos und Texten aktualisiert (s. rechts unter Weblinks: "Termine, projektbezogene Arbeiten, Schülerprotokolle"). Die Gesamtergebnisse werden zum Projektabschluss dem Landratsamt Freising vorgestellt.

Vorträge

Hertle, B. (2018): Rosen, Rosen, Rosen. Projekt Our Common Future: Diagnose von Schaderregern als Basis für einen nachhaltigen Pflanzenschutz. Freising.


Projektleitung

Prof. Dr. Birgit Zange (Koordination)
T +49 8161 71-3362
birgit.zange [at]hswt.de

Projektbearbeitung


Projektmitwirkung


Projektmitwirkung extern

Studienrätin Kerstin Goerge
Camerloher-Gymnasium

Studienrätin Judith Treimer-Schebler
Camerloher-Gymnasium

Klaus Tschampel
Landratsamt Freising

Projektdauer

01.09.2018 - 31.12.2019

Projektpartner

Projektförderung

Weblinks

Termine, projektbezogene Arbeiten, Schülerprotokolle