Versuche zur Kompostierung und Verwertung von Hopfenrebenhäcksel zur Optimierung der Nährstoffeffizienz des organisch gebundenen Stickstoffs

Hintergrund

Die Hallertau ist das weltweit größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet. Bei der Ernte fallen dabei jährlich rund 230 000 t Rebenhäcksel an. Ca. 80 % davon werden derzeit nach Abschluss der Erntearbeiten als Wirtschaftsdünger auf die Felder zurückgebracht. Auf Grund der novellierten Düngeverordnung ist die Rückführung der Rebenhäcksel nur noch begrenzt zulässig, da das Material wesentliche Mengen an Stickstoff enthält und somit düngerechtliche Beschränkungen wie der N-Bedarf der Kultur, Sperrfristen und die Mengenbegrenzungen bei der ausgebrachten N-Menge greifen.

Zielsetzung

Im ersten Schritt sollen umweltverträgliche und praktikable Kompostierungsverfahren mit Hopfenrebenhäcksel entwickelt und erprobt werden, um die engen zeitlichen und mengenmäßigen Vorgaben für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern im Herbst gemäß Düngeverordnung einzuhalten und etwaige N-Verluste über den Winter zu vermeiden. Im zweiten Schritt sollen in Feldversuchen die Wirksamkeit und das Verlustpotential des im Rebenhäcksel bzw. -kompost enthaltenen org. gebundenen Stickstoffs untersucht werden. Ziel ist eine rechtskonforme und umweltfreundliche Verwertung der Rebenhäcksel mit einer optimalen Ausnutzung des organisch gebundenen Stickstoffs. Die Erkenntnisse aus dem zur Kompostierung und Verwertung von Hopfenrebenhäcksel dienen dem besseren Verständnis der Umsetzungsprozesse von Rebenhäcksel und der Stickstoffdynamik in Hopfenböden.

Verbundprojektleitung

Johann Portner (Koordination)
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

Projektleitung

Prof. Dr. Elke Meinken (Koordination)
T +49 8161 71-3658
elke.meinken [at]hswt.de

Teilprojektleitung


Projektbearbeitung



Projektmitwirkung extern

Projektdauer

01.09.2018 - 31.12.2021

Projektpartner

Projektförderung