Minderung des Trauermückenbefalls durch neuartige anbau- und biotechnische Maßnahmen

Hintergrund des Projektes

Der Befall mit Trauermücken ist ein erhebliches Problem bei der Produktion gärtnerischer Kulturen, insbesondere im Bioanbau. Vor allem bei der Bio-Topfkräuterproduktion schädigen Trauermücken die Kulturen massiv. Auch die Vermarktungsfähigkeit der Topfkräuter im Lebensmitteleinzelhandel leidet mitunter erheblich.

Trauermücken bevorzugen hohe Gehalte organischer Substanz im Substrat. Dies stellt ein Problem bei der Verwendung der im Bio-Anbau zulässigen Substratmischungen dar. Im Bio-Anbau zugelassene Bekämpfungsmethoden erzielen zudem häufig nicht den erwünschten Erfolg.

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Trauermücken auf Gelbtafel

Zielsetzung und Vorgehensweise

Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Trauermückenbefall durch anbau- und biotechnische Maßnahmen zu vermindern. Dazu sollen zum einen Substratzusammenstellungen erprobt werden, die keinen Nährboden für die Vermehrung und die Entwicklung von Trauermücken bieten. Neben verschiedenen Substratmischungen kommen diverse Zuschlaggstoffe in unterschiedlichen Aufwandmengen zum Einsatz. Dabei wird untersucht, ob durch Zugabe dieser Stoffe die Attraktivität des Substrates für Trauermücken reduziert werden kann. Zudem wird der Einsatz von Mikroorganismen auf ihre Wirkung gegen Trauermücken geprüft.

Bild3
Töpfe mit Substratmischungen

Methodik

Kulturtöpfe mit unterschiedlichen Substratmischungen werden an zwei Standorten aufgestellt und dem Zuflug von Trauermücken ausgesetzt. Nach dem Zuflug und der Entwicklung nach Eiablage werden die geschlüpften Trauermücken auf zuvor angebrachten Gelbtafeln ausgezählt. Die Versuche finden in den Gewächshäusern der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und im Kräuterbetrieb Dworschak-Fleischmann in Nürnberg statt.

Projektleitung

Prof. Dr. Birgit Zange (Koordination)
T +49 8161 71-3362
birgit.zange [at]hswt.de Mail

Projektbearbeitung

Projektdauer

01.03.2017 - 31.12.2019

Projektpartner

Projektförderung