Innovationslabor Smart-Automation

Nach dem praktischen Studiensemester steht im 6. Studiensemester die Pflichtveranstaltung "Projektstudium" auf dem Plan. Hierbei geht es um die Durchführung realer Projekte. Die Studierenden sollen in Projektteams (ca. 6 Studierende pro Team) ihr Projekt von der Anforderungsanalyse bis hin zur Auslieferung selbstständig durchführen. In diesem Projekt nehmen die Studierenden als Team die Rolle eines Dienstleisters in der Bioinformatik wahr. Das Projektziel ist die Entwicklung eines (Software)-Produkts, das hinsichtlich Kosten, Zeit und Qualität den Anforderungen und Erwartungen des Kunden entspricht. Dabei werden sie von erfahrenen Mitarbeitern und Dozenten begleitet. Bisherige Projekte waren beispielsweise die Entwicklung einer Fermentationsregelung auf Basis einer Abgasanalytik, die Entwicklung eine MES für die Fertigung von Leiterkarten, die Entwicklung einer Smartphone-App für die Bereitstellung studienrelevanter Informationen oder die Entwicklung eines Green-House-Simulators als loT-Anwendung.

An dieser Stelle soll das beantragte Innovationslabor ansetzen und den Studierenden der Bioprozessinformatik die Gelegenheit geben, an innovativen Projekten teilzuhaben. Im Zeichen von Industrie 4.0 sollen die Herausforderungen der digitalisierten Produktion adressiert werden. In der Automatisierungstechnik vollzieht sich ein Wandel von der zentral gesteuerten hin zur intelligenten und flexiblen Produktion. Die Produkte werden smart und besitzen ein digitales Gedächtnis. Alltagsgegenstände werden informationstechnisch aufgerüstet und erhalten einen Mehrwert durch sensorgestützte Informationsverarbeitung. Die im geplanten Innovationslabor durchzuführenden Projekte sollen sich daher mit Aufgabenstellungen befassen, die den Aufbau einer Smart Factory zum Ziel haben. Im Fokus soll dabei stehen, wie ein individualisiertes Produkt durch eine flexible Produktion navigiert, indem es einerseits den eigenen Bauplan oder die eigene Rezeptur selbst mitbringt und die einzelnen Produktionsstationen untereinander vernetzt kommunizieren. Weiterhin sollen smarte Devices eingesetzt bzw. entwickelt werden, die es ermöglichen, am Gerät selbst per Smartphone oder Tablet, Informationen über den Zustand des Geräts zu erfassen. Auch das autonome Navigieren durch den Produktionsverlauf soll adressiert werden. Wärend der Begriff Smart Factory derzeit hauptsächlich im Bereich der Fertigungstechnik verwendet wird, soll es hier gezielt zu Anwendungen in der Bioinformatik kommen, zur "B[io]-Smart-Factory". Individualisierte Produkte finden sich beispielsweise in personalisierter Medikation im Rahmen von nährstoffangereicherten Lebensmitteln oder bei der Produktion von Getränken.

Dies soll ab dem Sommersemester 2017 im Rahmen des bereits bestehenden Pflichtmoduls "Projektstudium" (2 SWS) begonnen und ab dem Wintersemester 2017/18 mit dem neuen Modul "Smart Automation" forgeführt werden. Dabei soll auch hier der Fokus auf eine praktische, projektorientierte Ausbildung gelegt werden. Das Modul "Smart Automation" wird als Wahlpflichtmodul im Umfang von 4 SWS (2 SWS seminaristischer Untericht + 2 SWS projektbasiertes Praktikum) umgesetzt. Die Vergabe von Themen für Studien-, Bachelor- oder Masterarbeiten runden das Angebot ab.


Projektleitung

Prof. Dr. Claudia Brand (Koordination)
T 08161 71-3054
claudia.brand [at]hswt.de Mail

Projektmitwirkung extern

Projektdauer

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