Modulare Zukunftsfarm - Landwirtschaft 4.0

Die großen Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Agrarwissenschaften sind die wachsende Bevölkerung, Klimawandel, Sicherheit der Lebensmittel sowie Knappheit der Ressourcen Land, Wasser, Energie etc.

Diesen Herausforderungen können mit der modularen Zukunftsfarm begegnet werden. Die Farm der Zukunft wird an jedem Ort der Welt unabhängig von Klima, Bodenbeschaffenheit, Regen oder Schnee und vor allem in urbanen Räumen zu finden sein. Denn in der Zukunftsfarm werden Pflanzen in einem geschlossenen, effizienten, ressourcenschonenden Kreislaufsystem mit mehrlagigen vertikal angeordneten Modulen ohne Erde, von der Saat bis zur Ernte gezogen. Die Klimabedingungen Temperatur, Feuchtigkeit und Licht werden gesteuert und so jeweils dem aktuellen Bedarf der Pflanzen angepasst. Man wird dort, wo die Mehrheit der Menschen lebt frische, nährstoffreiche und unbelastete Gemüse, Salate, Kräuter, Sprossen und vieles mehr direkt zur Verfügung haben. Lange Transportwege und Lebensmittelabfälle werden deutlich reduziert, das Klima weniger belastet.

Die modulare Zukunftsfarm besteht aus Modulen, die beliebig erweiterbar und ortsunabhängig sind. Die Module arbeiten als geschlossene Systeme. Durch den Einsatz von LEDs zur Belichtung kann das Lichtspektrum ebenfalls variiert und zielgerichtet auf die einzelnen Kulturen angepasst werden. Diese Anbauform kann eine nachhaltige, extrem Ressourcen effiziente und zukunftsweisende Alternative zur traditionellen Agrarproduktion darstellen.

Durch die perfekte Licht- u. Klimasteuerung werden optimale Bedingungen geschaffen, wodurch die Produktivität gegenüber Produktionssystemen der konventionellen Landwirtschaft erheblich gesteigert wird.

1. Wassereinsparung von teilweise über 90%
2. Düngereinsparung um bis zu 60 %
3. Vollständiger Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden
4. Extremwetterereignisse, die im Gartenbau teilweise zu Totalverlusten führen werden somit im Hinblick auf die Lebensmittelproduktion beherrschbar.

Das technische Konzept wird ergänzt durch drei Aktionsebenen: Forschung, kommerzieller Anbau und Bildungsmaßnahmen. So können Erkenntnisse aus der Forschung direkt in die kommerzielle Nutzung bzw. Praxis umgesetzt und über Informationsveranstaltungen kommuniziert werden. Ein weiterer innovativer Ansatz ist die Vernetzung der Module und damit Potenzierung der Datenmengen zur Auswertung und Optimierung der Systeme und Anbaumodalitäten.


Projektleitung

Prof. Dr. Heike Mempel (Koordination)
T +49 8161 71-5853
heike.mempel [at]hswt.de Mail

Projektdauer

-

Projektpartner