Alpine peatlands and climate protection

Entwicklung von Methoden zur Ableitung eines Klimaschutzpotenzials und Vernetzung von Akteur:innen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

Einladung zum Workshop mit Exkursion zum Thema "Strategien zum klimaschonenden Moormanagement – Herausfordungen, Hürden und Potenziale"

Am 29. und 30. August 2022 diskutieren wir in Bregenz gemeinsam über klimaschonendes Moormanagement. Im Fokus stehen Strategien, um Treibhausgasemissionenen aus (derzeit meist landwirtschaflich) genutzten Mooren zu reduzieren.
Einladung und vorläufiges Programm

Der Workshop richtet sich an Beschäftige in zuständigen Behörden, Naturschutzgroßprojekten, Naturschutzorganisationen, und Landwirtschaftsvertretungen im Bodenseeraum und angrenzenden Regionen. Der Workshop findet auf deutsch statt.

Hintergrund und Zielsetzung des Projekts

Klimaschutzpotenziale abzuleiten ist derzeit eine sehr drängende Thematik, denn insbesondere vor dem Hintergrund der Klimaneutralitätsziele sind alle Möglichkeiten zu nutzen, um einen Beitrag der Biosphäre zum Klimaschutz zu erschließen. Für die Entwicklung einer Methodik und die fallweise Anwendung in den Testtransekten sind die Ergebnisse der Module 1-3 (s. Abb. 1) Voraussetzung.

Id1716 abb1 murnauer moos

Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

Id1716 abb2

Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

Moore im Alpenraum sind wichtig für den Erhalt der Biodiversität, den Klimaschutz, die Wasserversorgung und sind eine tragende Säule der grünen Infrastruktur. Jedoch sind diese Funktionen durch zunehmende Verbauung, Nutzungsänderung und -intensivierung und den Klimawandel belastet. In den Projekten "Alpenmoore" sowie "Impuls4Action" wurden die bestehende Datenbasis in den verschiedenen Ländern zusammengetragen sowie Handlungsdefizite herausgearbeitet:

  • sehr unterschiedliche Datenlage zu Flächendaten (z.B. Moorbestand, Moortyp, Vegetation und Nutzung) und Zustandsdaten (z.B. Wasserhaushalt und Degradierung),
  • sehr unterschiedliche Datenlage zu Nutzungstypen und -intensitäten,
  • fehlende Vernetzung und Wissensaustausch insbesondere für Lösungsansätze des Flächenmanagements, die zum Klimaschutz beitragen können.

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, eine Methodik für die Ableitung von Klimaschutzpotenzialen in Alpenmooren zu entwickeln.

Id1716 abb3

Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

Id1716 abb4

Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

Vorgehensweise

Das Projekt fokussiert folgende vier Module:

Modul 1

Entwicklung und Testung von Methoden, um die Lücken bei Flächen- und Zustandsdaten zu füllen. Die erzeugten Geodatengrundlagen sind die Basis für eine Einschätzung der Klimawirksamkeit der Moore - am Beispiel ausgewählter Transekte.

Modul 2

Eruierung der Möglichkeiten von Management in der Landnutzung für Moorschutz am Beispiel der Beweidung von Hochlagenmooren. In geeigneten Regionen wird die Art und Intensität von Beweidungssystemen erhoben und der Effekt auf die Ressourcen bewertet.

Modul 3

Aufbau eines Netzwerks von Moorakteur:innen im Alpenraum zur Sicherstellung eines langfristigen Austauschs zur Verbesserung der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

Modul 4

Entwicklung und Testung einer Methodik für die Abschätzung des Klimaschutzpotenzials durch Moorschutzmaßnahmen

Erste Publikationen und Ergebnisse des Projekts

Berichte der bisherigen Workshops

Wir haben bisher drei erfolgreiche Workshops zum Thema "Beweidung von Mooren in Hochlagen" durchgeführt.

Die Berichte - aus Datenschutzgründen ohne Teilnahmelisten - stehen nun zum Download bereit:

Englischsprachiger Workshop für Wissenschaftler:innen - 07.12.2021: Workshop report (Englisch)

Dreisprachiger Workshop für Mitarbeitende in Behörden, Schutzgebieten, NGOs, Planungsbüros - 08.02.2022:

Bericht auf Englisch

Bericht auf Französisch

Bericht auf Italienisch 

Deutschsprachiger Workshop für Mitarbeitende in Behörden, Schutzgebieten, NGOs, Planungsbüros - 28.04.2022: Workshopbericht (deutsch) (... kommt in Kürze)