Sinn – Bild – Landschaft: Landschaftsverständnisse in der Landschaftsplanung: Eine Untersuchung von Idealvorstellungen und Bedeutungszuweisungen

Doktorandin: Dr.-Ing. Wera Wojtkiewicz
Betreuer HSWT: Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne
Fakultät: Fakultät Landschaftsarchitektur
Partner-Uni: Technische Universität Berlin | Prof. Dr. S. Heiland
Zeitraum: 01.10.2011 - 16.07.2014

Kurzinhalt

Die im Rahmen des DFG-geförderten Projektverbundes „KULAKon – Konstituierung von Kulturlandschaft“ erstellte Arbeit befasste sich mit einem Thema, das die aktuellen in der (Landschafts-)Planung anzutreffenden Weltanschauungen (kritisch) reflektiert. In der Arbeit wurde untersucht, welches Landschaftsverständnis in deutschlandweit zufällig ausgewählten kommunalen Landschaftsplänen wie auch in Interviews durch Landschaftsplaner vermittelt wird. Die Analyse der Landschaftspläne erfolgte auf Grundlage der Erläuterungsberichte der Landschaftspläne mittels qualitativ-hermeneutischer Forschungsmethoden. In den untersuchten Landschaftsplänen kommt vorwiegend ein „enges“, konservierendes Landschaftsverständnis zum Ausdruck. Dabei dominieren insbesondere die Argumentationsmuster des Arten- und Biotopschutzes. Die Interviews hingegen ergaben eine gewisse fachliche und persönliche Distanz zu den Inhalten der Pläne. So wurden hier die Dominanz des Arten- und Biotopschutzes sowie das an vorindustriellen Bildern orientierte Landschaftsideal kritisiert. Dabei wurde dafür plädiert, die Anschlussfähigkeit an gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen in der Landschaftsplanung zu erhöhen.