Auswirkungen der EU-Gentechnikgesetzgebung auf die Lebensmittelindustrie in Deutschland - eine ökonomische Analyse

Doktorand: Tobias Hirzinger
Wissenschaftlich betreuende Person HSWT: Prof. Dr. Klaus Menrad
Einrichtungen: Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie und TUM Campus Straubing
Partner-Uni: Technische Universität München | Prof. Dr. Jutta Roosen
Zeitraum: - 28.02.2008

Kurzfassung

Der Einsatz der Gentechnik bei Lebensmitteln nimmt weltweit stetig zu. In der Lebensmittelindustrie in Deutschland werden keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) verwendet. Doch aufgrund internationaler Warenströme entstehen in Deutschland GVO-Vermeidungskosten, die stark abhängig sind vom GVO-Anteil im Rohstoffbereich. Der Grund dafür ist ein erweitertes Qualitätsmanagement, das durch die EU Gentechnikgesetzgebung gefordert wird. Im Gegensatz dazu entstehen bei der Verwendung von kostengünstigeren gentechnisch veränderten Rohstoffen keine weiteren Kosten, da die notwendigen Maßnahmen durch generelle Rückverfolgbarkeitsregeln für Lebensmittel schon abgedeckt sind. Vor diesem Hintergrund kann bei einem zunehmendem GVO-Anteil im Rohstoffbereich der ökonomische Anreiz steigen, GVO in der Lebensmittelindustrie in Deutschland zu verwenden – dieser Zusammenhang zeigt sich bei der durchgeführten Entscheidungsbaumanalyse.