Interaktion von Böden und Quellgewässern. Eine Studie zur Regionalisierung der forstökologischen Verhältnisse in Vogesen und Schwarzwald

Doktorandin: Dr. phil. Stephanie Hessler
Betreuer HSWT: Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne
Fakultät: Fakultät Landschaftsarchitektur
Partner-Uni: Universität des Saarlandes | Prof. Dr. J. Kubiniok
Zeitraum: 01.10.2011 - 30.09.2014

Kurzinhalt

Das Ziel der Dissertation von Frau Hessler bestand in der Analyse des Chemismus von Quellgewässern und der korrespondierenden Bodenzustände in den Wäldern von Vogesen und Schwarzwald. Im Vordergrund standen dabei Versauerungsprozesse. Innerhalb der Vogesen konnte eine statistisch abgesicherte Regionalisierung von Quellgewässern und Böden in Bezug auf den Versauerungsgrad erstellt werden. In Abhängigkeit von unterschiedlichen mesoskaligen Reliefpositionen variiert nicht allein der Versauerungsgrad von Quellen und Böden, sondern auch die Zusammensetzung der Tonmineralgarnitur im Boden. Sowohl Vogesenwestseite als auch Vogesenkamm unterliegen einer signifikant stärkeren Versauerung als die Vogesenostseite. Neben der Orographie weist auch die Gesteinsgrundlage einen signifikanten Einfluss auf die Versauerung auf: So erwiesen sich die Granitquellen und Granitböden in den Vogesen tendenziell als stärker versauert als jene, die sich im Buntsandstein befinden. Sowohl die Böden als auch die Quellwässer in den Vogesen wiesen eine stärkere Versauerung als die Böden und Quellwässer im Schwarzwald auf. Dies wird mit Kalkungsmaßnahmen im Schwarzwald erklärt.