Alpenmoore und Klimaschutz

Entwicklung von Methoden zur Ableitung eines Klimaschutzpotenzials und Vernetzung von Akteur:innen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

Hintergrund und Zielsetzung des Projekts

Klimaschutzpotenziale abzuleiten ist derzeit eine sehr drängende Thematik, denn insbesondere vor dem Hintergrund der Klimaneutralitätsziele sind alle Möglichkeiten zu nutzen, um einen Beitrag der Biosphäre zum Klimaschutz zu erschließen. Für die Entwicklung einer Methodik und die fallweise Anwendung in den Testtransekten sind die Ergebnisse der Module 1-3 (s. Abb. 1) Voraussetzung.

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Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

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Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

Moore im Alpenraum sind wichtig für den Erhalt der Biodiversität, den Klimaschutz, die Wasserversorgung und sind eine tragende Säule der grünen Infrastruktur. Jedoch sind diese Funktionen durch zunehmende Verbauung, Nutzungsänderung und -intensivierung und den Klimawandel belastet. In den Projekten "Alpenmoore" sowie "Impuls4Action" wurden die bestehende Datenbasis in den verschiedenen Ländern zusammengetragen sowie Handlungsdefizite herausgearbeitet:

  • sehr unterschiedliche Datenlage zu Flächendaten (z.B. Moorbestand, Moortyp, Vegetation und Nutzung) und Zustandsdaten (z.B. Wasserhaushalt und Degradierung),
  • sehr unterschiedliche Datenlage zu Nutzungstypen und -intensitäten,
  • fehlende Vernetzung und Wissensaustausch insbesondere für Lösungsansätze des Flächenmanagements, die zum Klimaschutz beitragen können.

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, eine Methodik für die Ableitung von Klimaschutzpotenzialen in Alpenmooren zu entwickeln.

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Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

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Foto: Sylvia Holzträger, HSWT

Vorgehensweise

Das Projekt fokussiert folgende vier Module:

Modul 1

Entwicklung und Testung von Methoden, um die Lücken bei Flächen- und Zustandsdaten zu füllen. Die erzeugten Geodatengrundlagen sind die Basis für eine Einschätzung der Klimawirksamkeit der Moore - am Beispiel ausgewählter Transekte.

Modul 2

Eruierung der Möglichkeiten von Management in der Landnutzung für Moorschutz am Beispiel der Beweidung von Hochlagenmooren. In geeigneten Regionen wird die Art und Intensität von Beweidungssystemen erhoben und der Effekt auf die Ressourcen bewertet.

Modul 3

Aufbau eines Netzwerks von Moorakteur:innen im Alpenraum zur Sicherstellung eines langfristigen Austauschs zur Verbesserung der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

Modul 4

Entwicklung und Testung einer Methodik für die Abschätzung des Klimaschutzpotenzials durch Moorschutzmaßnahmen

Erste Publikationen und Ergebnisse des Projekts

Berichte der bisherigen Workshops

Wir haben bisher drei erfolgreiche Workshops zum Thema "Beweidung von Mooren in Hochlagen" durchgeführt.

Die Berichte - aus Datenschutzgründen ohne Teilnahmelisten - stehen nun zum Download bereit:

Englischsprachiger Workshop für Wissenschaftler:innen - 07.12.2021: Workshop report (Englisch)

Dreisprachiger Workshop für Mitarbeitende in Behörden, Schutzgebieten, NGOs, Planungsbüros - 08.02.2022:

Bericht auf Englisch

Bericht auf Französisch

Bericht auf Italienisch 

Deutschsprachiger Workshop für Mitarbeitende in Behörden, Schutzgebieten, NGOs, Planungsbüros - 28.04.2022: Workshopbericht (deutsch) (... kommt in Kürze)




Projektleitung


Projektbearbeitung

M.Sc. Sylvia Holzträger

Projektmitwirkung

M.Sc. Elisabeth Schaber

Projektmitwirkung extern

Dr. Angelika Abderhalden-Raba
Fundaziun Pro Terra Engiadina

Prof. Dr. Clemens Geitner
Universität Innsbruck

Prof. Dr. Stephan Glatzel
Universität Wien

Dr. Philippe Grosvernier
Professionnel Environnement REG A

Dr. Florian Siegert
Remote Sensing Solutions GmbH

Prof. Dr. Martin Rutzinger
Universität Innsbruck

Prof. Dr. Stefan Zerbe
Freie Universität Bozen

Projektdauer

01.04.2021 - 31.12.2022

Projektpartner

Projektförderung

Adressierte SDGs (Sustainable Development Goals)

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